Markus Rogan: „Platz 5 macht mich hungrig!“
WM Shanghai. US-Superstar Ryan Lochte ist seit heute Abend der schnellste Schwimmer der Welt über 200m Lagen (1:54.00). Österreichs Paradeschwimmer, Markus Rogan, schlägt in 1:58.14 Minuten als Fünfter
an.
Rang 5 für Markus Rogan
„Es hätte durchaus schlimmer kommen können. Ryan Lochte und Michael Phelps schwammen in ihrer eigenen Liga“, staunte der OSV-Athlet über die Machtdemonstration der US-Boys. Wie Markus Rogan schon vor Tagen
vorausgesagt hatte, holte sich Lochte nicht nur den WM-Titel, sondern stellte in der Zeit von 1:54.00 Minuten zudem eine neue Weltbestleistung auf. Der 14-fache Olympiasieger Michael Phelps rangierte hinter
seinem Teamkollegen mit 16 Hundertstelsekunden Rückstand auf Rang 2. Die weiteren sechs Finalisten machten sich mit Respektabstand zu den beiden Amerikanern die Plätze drei bis acht aus.
Obwohl Markus Rogan in der Mittagspause noch ein kurze Trainingseinheit im Delfinschwimmen einlegte, erwischte er just über diese Strecke keinen optimalen Start im Endlauf und fiel nach der ersten Länge
auf Platz 7 zurück. In Folge holte er zwar kontinuierlich auf, doch fehlten am Ende 45 Hundertstelsekunden auf den Ungarn Laszlo Cseh und auf die begehrte Bronzemedaille. „Es hat von überall ein bisschen
was gefehlt“, analysiert Rogan und ergänzt: „Gestern habe ich mir vor dem Vorlauf zu wenig, vor dem Semifinale hingegen wieder zu viel Stress gemacht. Das hat auch unnötige Energie gekostet.“ Die Enttäuschung,
dass es „nur“ Rang 5 geworden ist, war dem 29-Jährigen unmittelbar nach dem Rennen anzusehen. „Es ist schwer neue Motivation zu finden, wenn Lochte und Phelps über vier Sekunden schneller sind.“ Und dennoch
will er sich nicht demoralisieren lassen, sondern weiter hart an sich arbeiten. „Wenn es in dieser amerikanischen Tonart weitergeht, sind Gold und Silber in London 2012 bereits vergeben. Die Jagd auf Bronze
hingegen ist eröffnet. Platz 5 macht mit hungrig!“
Finale – 200m Lagen
Gold: LOCHTE Ryan (USA) – 1:54.00 (WR)
Silber: PHELPS Michael (USA) – 1:54.16
Bronze: CSEH Laszlo (HUN) - 1:57.69
5. ROGAN Markus (AUT) – 1:58.14
Markus Rogan im Finale über 200m Lagen
OSV.OR.AT: Nach dem vermurksten Vorlauf über seine Hauptstrecke, den 200m Lagen, ging Markus Rogan mit sehr gemischten Gefühlen in das Semifinale: „Ich hatte richtige Angst vor diesem Rennen. Nach dem
Vorlauf habe ich ernsthaft an meinem Können gezweifelt“. So selbstzweifelnd das Gesicht am Morgen, so strahlend und selbstbewusst am Abend. In starken 1:57.74 Minuten schlug der Kurzbahn-Europarekordhalter
an. Die Zeit bedeutete nicht nur den souveränen Einzug in das Finale, sondern auch neuen österreichischen Rekord. Er verbesserte den von ihn gehaltenen Rekord (LB-EM Budapest 2009) um 29 Hundertstelsekunden.
Auf die Frage, welches Ziel er sich für morgen gesteckt hat, gibt sich Rogan bedeckt: „Ich bin stolz im Endlauf zu sein. Nach der sehr guten Leistung im Semifinale schrauben sich meine eigenen Erwartungen
natürlich automatisch nach oben. Ich fühle mich jetzt viel stärker als nach dem ersten Lauf. Ich weiß, wenn alles perfekt läuft, habe ich eine Chance auf Bronze.“ Nachsatz: „Aber, es wird verdammt schwer.“
24. Juli 2011 Jördis Steinegger über 200m Lagen im Vorlauf
OSV.OR.AT:Jördis Steinegger schwimmt mit einem neuen Anzug über 200m Lagen 2:17,09 Minuten, Rang 24. „Die Delfin waren okay, obwohl das meine Angstlage ist“, analysierte die Steirerin die erste Länge.
„Auf Rücken und Brust habe ich aber verbadet.“
Österreichs 16-köpfiges Team bei der Schwimm WM in Shanghai 2011:
Schwimmen
Nina Dittrich (ASV Linz)
Birgit Koschischek (Eisenstädter SU)
Fabienne Nadarajah (SVS Schwechat)
Jördis Steinegger (ASV Linz)
Eva Chaves-Diaz (USC Graz/Staffelschwimmerin)
David Brandl (1. Perger SV)
Florian Janistyn (SG Wr. Neustadt)
Dinko Jukic (SC Austria Wien)
Hunor Mate (Wolfsberger SV)
Markus Rogan (SC Hakoah Wien)
Sebastian Stoss (Eisenstädter SU)
Christian Scherübl (ATUS Graz/Staffelschwimmer)
Wasserspringen
Sophie Somloi
Constantin Blaha (beide SU Wien)
Synchronschwimmen
Nadine Brandl (Solo, Duett)
Livia Lang (Duett, beide SU Wien)
WM Schwimmen in Eurosport
Mit den 14. FINA-Schwimm-Weltmeisterschaften steht ein ganz besonderes Highlight auf dem Programm von Eurosport. Ab dem 16. Juli berichten wir zwei Wochen lang live aus dem Indoor-Stadium in Shanghai
über alle Entscheidungen der Schwimmer im Becken und der Wasserspringer. China ist dabei zum ersten Mal Gastgeberland einer Schwimm-Weltmeisterschaft.
Mannschaft Deutschland für die Schwimm WM in Shanghai 2011
Der Deutsche Schwimm-Verband reist nach den Qualifikationswettkämpfen im Rahmen der 123. Deutschen Meisterschaften in Berlin bei den Schwimmern mit einem 24-köpfigen Team in den Osten Chinas. Mit von
der Partie ist neben den beiden Aushängeschilder der letzten Jahre, Paul Biedermann und Britta Steffen, Marco di Carli von der SG Frankfurt. Er wurde in Berlin in Weltjahresbestzeit Deutscher Meister über
die 100m Freistil und zählt somit in Shanghai zum engen Kreis der Favoriten im Rennen um den Titel in der Königsdisziplin. Doppelweltmeister Paul Biedermann konnte sich souverän über die Freistilstrecken
für die WM qualifizieren. Im 12.000 Zuschauer fassenden Schwimm-Stadion von Shanghai wird vor allem das Duell zwischen ihm und dem amerikanischen Superstar und Rekord-Olympiasieger Michael Phelps mit Spannung
erwartet. Bei der letzten WM vor zwei Jahren in Rom hatte der Amerikaner über die 200m-Freistil das Nachsehen. Paul Biedermann schwamm im High-Tech-Anzug Weltrekord und feierte sein zweites WM-Gold. Ein
Jahr vor Beginn der Olympischen Spiele in London werden die Karten jedoch neu gemischt und mit Ryan Lochte steht nicht nur ein Konkurrent bereit, der den beiden die Schau stehlen könnte. Bei den Frauen
ist der Fokus aus deutscher Sicht ganz auf Britta Steffen gerichtet. Die Doppel-Olympiasiegerin gibt nach überstandener Verletzungspause ihr internationales Comeback und möchte ihre WM-Titel von Rom über
50 und 100m Freistil verteidigen. Bei den Wasserspringern wird der DSV mit 11 Athleten an den Start gehen, darunter der zweifache Europameister Patrick Hausding vom Berliner TSC.
Kommentatoren (Wasserspringen): Ron Ringguth / Heike Fischer
Kommentatoren (Schwimmen): Frank Winkler / Thomas Rupprath
Mannschaft Schweiz
An der 14. FINA Weltmeisterschaft sind so viele Länder vertreten, wie noch niemals zuvor: 181 Nationen nehmen am interkontinentalen Wettkampf teil, wobei es vor zwei Jahren in Rom noch neun weniger waren.
Die Pool-Wettkämpfe (24.-31. Juli) finden im Shanghai Indoor Stadium statt, die Openwater-Schwimmer starten am Jinshan City Beach (19.-23. Juli). 66 Wettbewerbe trägt die chinesische Metropole aus: In 29
Rennen konkurrieren die Männer, die Frauen in 36. Neu ist ein gemischter Teamwettkampf bei den Openwater-Wettkämpfen, wo eine Schwimmerin und zwei Schwimmer zusammen fünf Kilometer zurücklegen müssen. Das
erste Mal seit 2005 führt die FINA wieder Bluttestes anstatt Urinproben durch.
Das Schweizer Team für Shanghai:
Männer Team Schweiz
Dominik Meichtry (200m Freistil)
Flori Lang (50m Rücken)
Die Belegung von Zusatzrennen hängt vom Erreichen der FINA B-Limiten ab.Betreuer:
Steffen Liess, Chef Leistungssport
Luka Gabrilo, Teammanager Swimming
Dirk Reinicke, Coach Swimming
Elena Nembrini, Teammanger OpenWater
Dr. Ewen Cameron, Teamarzt
Martin van der Spoel, Physio Swimming
Bastien Frei, Physio OpenWater
Mannschaft USA
Der US-Verband USA Swimming hat die Athleten und deren Strecken für die Weltmeisterschaft in Shanghai bekannt gegeben. Rekordolympiasieger Michael Phelps wird bei den Titelkämpfen Ende Juli über die
100 und 200m Schmetterling sowie die 200 Lagen und Freistil antreten. Über die letzten beiden Strecken bekommt er scharfe Konkurrenz aus dem eigenen Lager: Auch Ryan Lochte wird diese Distanzen in Angriff
nehmen. Außerdem stehen für den Sunnyboy die 200m Rücken und 400m Lagen auf dem Programm.
Insgesamt werden 22 Frauen und 20 Männer aus den USA an der Schwimm-WM teilnehmen.
Hier die Schwimmer und Strecken des US-Teams:
Frauen Team USA
Amanda Beard 100, 200m Brust
Elizabeth Beisel 200m Rücken, 400m Lagen
Natalie Coughlin 100m Freistil, 100m Rücken
Teresa Crippen 200m Schmetterling
Melissa Franklin 200m Rücken, 4X100m Freistil
Jessica Hardy 50m Freistil, 4X100m Freistil
Kathleen Hersey 200m Schmetterling
Katie Hoff 400m Freistil, 4X200m Freistil
Kara Lynn Joyce 4X100m Freistil
Dagny Knutson 4x200m Freistil
Ariana Kukors 200m Lagen
Caitlin Leverenz 200 und 400m Lagen
Christine Magnuson 100m Schmetterling
Elizabeth Pelton 100m Rücken
Allison Schmitt 200m Freistil
Morgan Scroggy 4X200m Freistil
Rebecca Soni 100 und 200m Brust
Chloe Sutton 400 und 800m Freistil
Jasmine Tosky 4X200m Freistil
Dana Vollmer 100 und 200m Freistil, 100m Schmetterling
Amanda Weir 50m Freistil, 4X100m Freistil
Kate Ziegler 800m Freistil
Herren Team USA
Nathan Adrian 50 und 100m Freistil
Mike Alexandrov 100m Brust
Ricky Berens 4X200m Freistil
Tyler Clary 200m Rücken, 200m Schmetterling, 400m Lagen
Conor Dwyer 4X200m Freistil
Mark Gangloff 100m Brust
Charlie Houchin 400m Freistil
Chad LaTourette 1500m Freistil
Jason Lezak 100m Freistil
Ryan Lochte 200m Freistil, 200m Rücken, 200/400m Lagen, 4X100m Freistil
Tyler McGill 100m Schmetterling
Michael Phelps 200m Freistil, 100 und 200m Schmetterling, 200m Lagen
David Plummer 100m Rücken
Scot Robison 4X100m Freistil
Eric Shanteau 200m Brust
Scott Spann 200m Brust
Nick Thoman 100m Rücken
Peter Vanderkaay 400m Freistil, 1500m Freistil, 4X200m Freistil
David Walters 4X100m Freistil, 4X200m Freistil
Garrett Weber- Gale 4x100m Freistil